Dr. med. Willibald Wittmann & Dr. med. Mark Henne – Fachärzte für Orthopädie, Unfallchirurgie, Sportmedizin

Hyaluronsäurebehandlung

Was ist Hyaluronsäure und wie wirkt sie?
Hyaluronsäure ist ein zuckerartiges Molekül, ein so genanntes Polysaccharid. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Synovialflüssigkeit, der “Gelenkschmiere”. Es wird von den Zellen der Gelenkschleimhaut gebildet und in die Gelenkhöhle abgegeben. Die Synovialflüssigkeit dient der Lubrikation (Gelenkschmiere) und der Protektion (Schutz) aller inneren Oberflächen von Gelenken. Hyaluronsäure hat zudem eine antiphlogistische, das heißt entzündungshemmende Wirkung.
Die Herkunft der Hyaluronsäure-Präparate ist unterschiedlich: Zum einen wird Hyaluronsäure aus Hahnenkämmen gewonnen und enthält somit Fremdeiweiß, zum anderen gibt es fermentativ gewonnene Hyaluronsäure, die frei von Hühnereiweiß ist. Neuerdings gibt es auch gentechnisch hergestellte Hyaluronsäure.
Durch die Injektion des natürlichen Knorpelbausteins Hyaluronsäure kommt es bei den meisten Patienten (ca. 80%) zur einer spürbaren Schmerzlinderung, besseren Gelenkfunktion und damit zu einer deutlichen Steigerung von Vitalität und Lebensqualität. Gelenkoperationen können vermieden oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Bei welchen Diagnosen und wo wird die Hyaluronsäure verwendet?
Die Hyaluronsäure-Präparate werden generell eingesetzt zur Behandlung von Abnutzungserscheinungen der Gelenke (Arthrosen), sowohl der großen als auch der kleinen Gelenke:
- Kniegelenks-Arthrose (Gonarthrose)
- Hüft-Arthrose
- Sprunggelenks-Arthrose
- Symptomatische Therapie bei Arthrose des Daumensattelgelenks
- Großzehen-Grundgelenks (bei Hallux limitus und rigidus – der Zeh ist in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, also limitiert; es handelt sich um ein Vorstadium des Hallux rigidus, der steifen Großzehe).

Wie wird die Behandlung mit Hyaluronsäure durchgeführt?
Üblicherweise werden 5 Injektionen jeweils in wöchentlichem Abstand vorgenommen. Bei Bedarf kann die Injektionsserie nach 6 – 12 Monaten wiederholt werden. Die Injektion ist schmerzarm (vergleichbar mit einer Blutabnahme). Zusätzlich kann auch ein Lokalanästhetikum gegeben werden.

Wird die Therapie mit Hyaluronsäure von meiner Krankenkasse übernommen?
Die Stoßwellentherapie ist eine private Leistung. Die meisten Privatkassen übernehmen die Kosten für das synthetisch hergestellte Standard-Präparat, einige bezahlen nur das Originalpräparat, welches aus Hahnenkamm gewonnen wird. Von den gesetzlichen Kassen wird diese Behandlung nicht übernommen. Trotzdem kann der Patient, der in einer gesetzlichen Kasse versichert ist, mit Hyaluronsäure behandelt werden. In diesem Fall erfolgt die Abrechnung nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sowie die Kosten für das Präparat.

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